Sophocles ‘Antigone’ directed by Yorgos Javellas (1961)

"Auf eine plastische Weise wird die Kollision der beiden höchsten sittlichen Mächte gegeneinander dargestellt in dem absoluten Exempel der Tragödie, Antigone; da kommt die Familienliebe, das Heilige, Innere, der Empfindung angehörige, weshalb es auch das Gesetz der unteren Götter heißt, mit dem Recht des Staats in Kollision. Kreon ist nicht ein Tyrann sondern ebenso eine sittliche Macht. Kreon hat nicht Unrecht; er behauptet, daß das Gesetz des Staats, die Autorität der Regierung geachtet werde[n muß] und Strafe aus der Verletzung folgt. Jede dieser beiden Seiten verwirklicht nur die eine der sittlichen Mächte, hat nur die eine derselben zum Inhalt. Das ist die Einseitigkeit, und der Sinn der ewigen Gerechtigkeit ist, daß beide Unrecht erlangen, weil sie einseitig sind, aber damit auch beide Recht." (Hegel)

Junior Brown - Highway Patrol

I’m the highway patrol, the highway patrol,
My hours are long, and my pay is low
But I’ll do my best to keep you driving slow
I’m just a-doin’ my job, I’m The Highway Patrol

Gillian Welch - Winter’s Come and Go

Oh little black bird
On my wire line
Dark as trouble
In this heart of mine
Poor little black bird
Sings a worried song
Dark as trouble
'Til winter's come and gone

Gillian Welch - I Dream A Highway

"Dies ist die Legende von Rubber Duck … Seinen Convoy der Autoriesen können selbst Panzer nicht stoppen."

"Truck driving country songs often deal with trucks and love." (Wikipedia)

Gillian Welch - The Way It Goes

lalalaetc:

Bonnie ‘Prince’ Billy  My Life (Phil Ochs cover)

Edle Webseiten …

hackfleisch1917:

old comrades

hackfleisch1917:

old comrades

Übertriebene Lösungen für ganz reale Probleme

Übertriebene Lösungen für ganz reale Probleme

Trotzki: Genossen, jede Woche stehe ich hier vor euch und jede Woche ist’s doch dasselbe. Wie gerne würde ich euch, Genossen, von einer besseren Zukunft erzählen, die uns alle erwartet! Wie gerne in wenigen kraftvollen Sätzen skizzieren, wie das Leben sein wird! … … … Wie ich am Morgen aufstehe … Das Wetter ist herrlich, der Himmel über und über blau, kein Wölkchen zu sehen. Während ich warte, dass Paschka aufwacht, ziehe ich mir den Schlafrock an und ergehe mich im Garten, um die frischen Morgendämpfe einzuatmen; dort treffe ich schon andere Frühaufsteher, wir begießen zusammen die Blumen, schneiden die Sträucher und Bäume zu. Ich stelle ein Buckett für Paschka zusammen. Dann bade ich in der Wanne oder im Fluß, komme zurück, die Balkontüre steht offen; Paschka trägt …
Paschka: Seinen schönsten Morgenanzug nach englischer Art!
Trotzki: Genau! … Er erwartet mich schon. ‘Der Tee ist fertig’, sagt er. Welch ein Kuß! Welch ein Tee! Welch ein bequemer Sessel! Ich setze mich an den Tisch; da stehen Zwieback, Sahne, Butter …
Paschka: Und dann?
Trotzki: Dann ziehe ich mir einen bequemen Rock oder eine Bluse an, fasse Pascha um die Taille und begebe mich mit ihm in die endlose, dunkle Allee; man kann leise, in Gedanken versunken, schweigend dahingehen oder laut denken, vor sich hinträumen, die Minuten des Glücks wie den Pulsschlag zählen; man hört, wie das Herz schlägt und stockt; man kann in der Natur Mitgefühl und Widerhall suchen … und ganz unmerklich zum Flüßchen hinausgehen oder auf die Felder … Das Flüßchen plätschert kaum; die Ähren schwanken im leichten Wind; es ist heiß … man kann in den Kahn steigen, Pascha steuert, kaum das Ruder hebend …
Paschka: Du bist ja ein Poet, Lew Dawidowitsch!
Trotzki: Ja, ein Poet des Lebens, weil das Leben dann Poesie ist … Dann kann man in die Orangerie gehen. Man kann die Pfirsiche und die Trauben besichtigen, dann zurückkehren, ein leichtes Frühstück einnehmen und auf die Gäste warten … Dann findet sich ein Päckchen an Pascha von irgendeiner Marja Pertrowna mit einem neuen Buch oder mit Noten, da hat uns jemand eine Ananas zum Geschenk gemacht, oder im Treibhaus ist eine riesige Wassermelone reif geworden: wir schicken sie einer guten Freundin zum morgigen Mittagessen, oder wir begeben uns selbst zu ihr … In der Küche geht es dann richtig zu; alle Hände voll zu tun; man stellt die eine Kasserolle zu, nimmt die andere weg, quirlt da und rührt dort, rollt hier einen Teig aus, gießt dort Wasser ab … die Messer klopfen nur so … man wiegt Grünzeug … dort wird Gefrorenes gerührt … Allerlei Leute können der Versuchung nicht widerstehen, einen Blick in die Küche zu werfen, die Schürze von einer Kasserolle zu heben, zu schnuppern, zuzuschauen, wie die Piroggen gefüllt werden und wie man Sahne schlägt. Dann legt man sich kurz auf ein Sofa; ich lese vor oder Pascha erzählt Neuigkeiten; ich unterbreche ihn, wir zanken … Aber da kommen schon die Gäste angefahren …
Die Menge: (hört gebannt zu)
Trotzki: Wir setzen das gestrige, nicht zu Ende geführte Gespräch fort; Scherze fliegen hin und her; oder beredtes Schweigen, Nachdenklichkeit tritt ein; nicht weil jemand seine Arbeit verloren hat, nicht wegen einer politischen Angelegenheit, sondern wegen des Übermaßes befriedigter Wünsche: eine Nachdenklichkeit der Wonne … Du hörst keine wutschäumende Philippika über einen Abwesenden, du spürst keinen dir zugeworfenen Blick mit der stummen Versicherung, desgleichen teilhaftig zu werden, kaum dass du gegangen bist … In den Blicken der Anwesenden spürt man Sympathie, im Scherz ein aufrichtiges, nicht boshaftes Lachen … Alles kommt von Herzen und geht zu Herzen! Was in den Augen geschrieben steht, in den Worten zum Ausdruck kommt, das lebt auch in der Seele! Nach dem Mittagessen ein Mokka und eine Havanna auf der Terasse …
Paschka: (verträumt) … Sympathie … Havanna …
Trotzki: Dann, wenn die Hitze nachläßt, würden wir in einem Wagen mit dem Samowar und dem Dessert in das Birkenwäldchen oder - wenn nicht - auf ein Feld oder eine gemähte Wiese fahren, zwischen den Heuschobern Teppiche ausbreiten und so bis zur Okroschka und zum Beefsteak in Seligkeit schwelgen…
Paschka: Lew Dawidowitsch, ich liebe Okroschka!
Trotzki: … Es wird feucht auf dem Feld und dunkel; der Nebel hängt wie ein umgestülptes Meer über dem Kornfeld; die Nächte auf dem Mars sind auch nach der Urbarmachung noch sehr kalt…
Die Menge: Auf dem Mars!? Um Gottes Willen, Lew Dawidowitsch!…
Trotzki: Ja, auf dem Mars! … Es wird Zeit heimzufahren. Im Haus werden Kerzen angezündet; dann das Abendessen: eine Pfanne Pilze, Koteletts, Erdbeeren … dann Musik … (singt) ‘Casta diva! … Casta diva!’ … Ich kann nicht ohne Rührung an die ‘Casta diva' denken. Wie dieser Mensch sein Herz ausweint! Welche Schwermut in diese Klänge gelegt ist …! Und niemand um ihn herum weiß etwas … Er allein … Das Geheimnis erdrückt ihn schier; da vertraut er es der Luna an …
Paschka: Lew Davidowitsch!♥
Trotzki: (schweigt)
…
Die Menge: (herausgerissen aus dem Traum, werden die Menschen unruhig)
Trotzki: (schüttelt sich) Ein Traum … Ein Tagtraum … … … Genossen, wie gerne würde ich euch davon erzählen! Jede Woche stehe ich hier vor euch und jede Woche ist’s doch dasselbe. Jede Woche breitet sich eine neue gefährliche Irrlehre in unseren Reihen aus und jeden Woche muss ich aufs Neue … (zittert bereits) Genossen, haltet doch endlich den Rand! Haltet doch endlich gottverdammt den Rand!…
Die Menge: (schweigt betreten)
Trotzki: (weint)
Trotzki: (bricht zusammen)

Trotzki: Genossen, jede Woche stehe ich hier vor euch und jede Woche ist’s doch dasselbe. Wie gerne würde ich euch, Genossen, von einer besseren Zukunft erzählen, die uns alle erwartet! Wie gerne in wenigen kraftvollen Sätzen skizzieren, wie das Leben sein wird! … … … Wie ich am Morgen aufstehe … Das Wetter ist herrlich, der Himmel über und über blau, kein Wölkchen zu sehen. Während ich warte, dass Paschka aufwacht, ziehe ich mir den Schlafrock an und ergehe mich im Garten, um die frischen Morgendämpfe einzuatmen; dort treffe ich schon andere Frühaufsteher, wir begießen zusammen die Blumen, schneiden die Sträucher und Bäume zu. Ich stelle ein Buckett für Paschka zusammen. Dann bade ich in der Wanne oder im Fluß, komme zurück, die Balkontüre steht offen; Paschka trägt …

Paschka: Seinen schönsten Morgenanzug nach englischer Art!

Trotzki: Genau! … Er erwartet mich schon. ‘Der Tee ist fertig’, sagt er. Welch ein Kuß! Welch ein Tee! Welch ein bequemer Sessel! Ich setze mich an den Tisch; da stehen Zwieback, Sahne, Butter …

Paschka: Und dann?

Trotzki: Dann ziehe ich mir einen bequemen Rock oder eine Bluse an, fasse Pascha um die Taille und begebe mich mit ihm in die endlose, dunkle Allee; man kann leise, in Gedanken versunken, schweigend dahingehen oder laut denken, vor sich hinträumen, die Minuten des Glücks wie den Pulsschlag zählen; man hört, wie das Herz schlägt und stockt; man kann in der Natur Mitgefühl und Widerhall suchen … und ganz unmerklich zum Flüßchen hinausgehen oder auf die Felder … Das Flüßchen plätschert kaum; die Ähren schwanken im leichten Wind; es ist heiß … man kann in den Kahn steigen, Pascha steuert, kaum das Ruder hebend …

Paschka: Du bist ja ein Poet, Lew Dawidowitsch!

Trotzki: Ja, ein Poet des Lebens, weil das Leben dann Poesie ist … Dann kann man in die Orangerie gehen. Man kann die Pfirsiche und die Trauben besichtigen, dann zurückkehren, ein leichtes Frühstück einnehmen und auf die Gäste warten … Dann findet sich ein Päckchen an Pascha von irgendeiner Marja Pertrowna mit einem neuen Buch oder mit Noten, da hat uns jemand eine Ananas zum Geschenk gemacht, oder im Treibhaus ist eine riesige Wassermelone reif geworden: wir schicken sie einer guten Freundin zum morgigen Mittagessen, oder wir begeben uns selbst zu ihr … In der Küche geht es dann richtig zu; alle Hände voll zu tun; man stellt die eine Kasserolle zu, nimmt die andere weg, quirlt da und rührt dort, rollt hier einen Teig aus, gießt dort Wasser ab … die Messer klopfen nur so … man wiegt Grünzeug … dort wird Gefrorenes gerührt … Allerlei Leute können der Versuchung nicht widerstehen, einen Blick in die Küche zu werfen, die Schürze von einer Kasserolle zu heben, zu schnuppern, zuzuschauen, wie die Piroggen gefüllt werden und wie man Sahne schlägt. Dann legt man sich kurz auf ein Sofa; ich lese vor oder Pascha erzählt Neuigkeiten; ich unterbreche ihn, wir zanken … Aber da kommen schon die Gäste angefahren …

Die Menge: (hört gebannt zu)

Trotzki: Wir setzen das gestrige, nicht zu Ende geführte Gespräch fort; Scherze fliegen hin und her; oder beredtes Schweigen, Nachdenklichkeit tritt ein; nicht weil jemand seine Arbeit verloren hat, nicht wegen einer politischen Angelegenheit, sondern wegen des Übermaßes befriedigter Wünsche: eine Nachdenklichkeit der Wonne … Du hörst keine wutschäumende Philippika über einen Abwesenden, du spürst keinen dir zugeworfenen Blick mit der stummen Versicherung, desgleichen teilhaftig zu werden, kaum dass du gegangen bist … In den Blicken der Anwesenden spürt man Sympathie, im Scherz ein aufrichtiges, nicht boshaftes Lachen … Alles kommt von Herzen und geht zu Herzen! Was in den Augen geschrieben steht, in den Worten zum Ausdruck kommt, das lebt auch in der Seele! Nach dem Mittagessen ein Mokka und eine Havanna auf der Terasse …

Paschka: (verträumt) … Sympathie … Havanna …

Trotzki: Dann, wenn die Hitze nachläßt, würden wir in einem Wagen mit dem Samowar und dem Dessert in das Birkenwäldchen oder - wenn nicht - auf ein Feld oder eine gemähte Wiese fahren, zwischen den Heuschobern Teppiche ausbreiten und so bis zur Okroschka und zum Beefsteak in Seligkeit schwelgen…

Paschka: Lew Dawidowitsch, ich liebe Okroschka!

Trotzki: … Es wird feucht auf dem Feld und dunkel; der Nebel hängt wie ein umgestülptes Meer über dem Kornfeld; die Nächte auf dem Mars sind auch nach der Urbarmachung noch sehr kalt…

Die Menge: Auf dem Mars!? Um Gottes Willen, Lew Dawidowitsch!…

Trotzki: Ja, auf dem Mars! … Es wird Zeit heimzufahren. Im Haus werden Kerzen angezündet; dann das Abendessen: eine Pfanne Pilze, Koteletts, Erdbeeren … dann Musik … (singt) ‘Casta diva! … Casta diva!’ … Ich kann nicht ohne Rührung an die ‘Casta diva' denken. Wie dieser Mensch sein Herz ausweint! Welche Schwermut in diese Klänge gelegt ist …! Und niemand um ihn herum weiß etwas … Er allein … Das Geheimnis erdrückt ihn schier; da vertraut er es der Luna an …

Paschka: Lew Davidowitsch!♥

Trotzki: (schweigt)

Die Menge: (herausgerissen aus dem Traum, werden die Menschen unruhig)

Trotzki: (schüttelt sich) Ein Traum … Ein Tagtraum … … … Genossen, wie gerne würde ich euch davon erzählen! Jede Woche stehe ich hier vor euch und jede Woche ist’s doch dasselbe. Jede Woche breitet sich eine neue gefährliche Irrlehre in unseren Reihen aus und jeden Woche muss ich aufs Neue … (zittert bereits) Genossen, haltet doch endlich den Rand! Haltet doch endlich gottverdammt den Rand!…

Die Menge: (schweigt betreten)

Trotzki: (weint)

Trotzki: (bricht zusammen)

(Quelle: lenintrotsky, via goodbyepopkids)

urulokid:

oH YM GOD CONNOR MADE ME A GIF OF THAT GUY I WAS TALKING ABOUT

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LOOK AT HIM

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HE KNOWS SOMETHINGS UP MAN

THIS BROTHER AIN’T HERE FOR ALEXANDER PIERCE’S BULLSHIT

(via bisexualzuko)

Tags: Faces